Mehr Verkehrssicherheit – kleiner Spiegel, große Wirkung

Wenn ein Reisebusfahrer einen Schulterblick machen möchte, wie man das vom Pkw-fahren kennt, dann sieht er vom Verkehrsgeschehen genau das, was man hier auf dem Foto sieht – nämlich überhaupt gar nichts!
Speziell beim Abbiegen kann sich der Busfahrer nur an seinen Außenspiegeln orientieren, die einen großen toten Winkel haben und mit denen man enorm schnell einen Fußgänger oder Radfahrer übersieht. Besonders gefährlich sind Situationen, bei denen man schon ein Stück weit in die Kurve hineingefahren ist und stoppen muss. Denn nun zeigt der Spiegel die Straße hinter einem selbst, aber kein bisschen mehr vom Fuß- oder Radweg. Vor allem, wenn ein Radfahrer sehr schnell angefahren kommt, hat man als Bus- oder Lkw-Fahrer keine Chance, diesen rechtzeitig zu erkennen.

Gerade in jüngerer Zeit wurde immer wieder von tödlichen Unfällen berichtet, bei denen Radfahrer und abbiegende Lkw beteiligt waren. Den Lkw-Fahrern geht es leider auch so, dass sie sich nur über die Außenspiegel orientieren können.

Um für mehr Verkehrssicherheit vorzusorgen, statten wir unsere Busse nun mit sogenannten Fahrlehrer-Zusatzspiegeln aus. Für den Fahrer wirken diese wie zusätzliche Totwinkel-Spiegel, sind aber größer und damit deutlich wirksamer, als Zusatzspiegel, die man im Zubehörhandel normalerweise erhält. Solch ein Satz Spiegel kostet pro Bus inkl. Einbau zwar etwa 200 Euro, aber im Vergleich zu einem verhinderten Unfall ist das wirklich noch preiswert.

Übrigens, falls sich eine Schule oder Kita im Zuge des Verkehrsunterrichts für eine Vorführung des toten Winkels und der Gefahren beim Abbiegen mit einem Reisebus interessiert, stehen wir gerne zur Verfügung.